Ein neuer Riese erwacht – WhatsApp ein BigPlayer durch die Hintertüre
Eine Frage an alle Smartphonebenutzer: Wieviel % Euerer Kontakte sind WhatsApp-Kontakte? Und wieviele waren es vor einem Jahr?
Bei mir sind es inzwischen rund 40%. Betrachte ich jedoch die Kontakte, von denen ich weiß, dass sie ein Smartphone besitzen, wären es 80%. In einem gleichen Verhältnis verhalten sich die Facebook-Kontakte. Schauen wir 12 Monate in die Vergangenheit, dann waren die WhatsApp-Kontakte eher noch die Minderheit.
Was ist passiert? Die Idee von WhatsApp ist simpel, auch nicht innovativ oder revolutionär. Die Idee von Instant Message-Diensten besteht seit schon fast 2 Jahrzehnten mit Erfindung der SMS. Der entscheidende Unterschied der WhatsApp zum Erfolg geführt hat, war im Kern im Transportweg. Der erste Wegbereiter für den Erfolg von WhatsApp lag meiner Meinung nach noch vor dessen Entwicklung. Durch das einfache touch-geführte Schreiben auf Smartphones, wurde die Erstellung von Kurznachrichten von heute auf morgen erleichtert und die Zeiten als man sich gequält durch T9-Wörterbücher quälte pasé. Dies führte jedoch zur Freude der Netzbetreiber dazu, dass das kostenplfichtige SMS-Aufkommen rapide anstieg. Während eine SMS den nativen Funkweg nutzt, “suft” WhatsApp auf den sich immer mehr verbreitenden Datenströmen der mobilen Endgeräte. Da diese überwiegend “flat”, also unbegrenzt sind, sind die echten Grenzkosten für eine WhatsApp-Nachricht eigentlich nicht kalkulierbar. Von heute auf morgen sind Kurznachrichten kostenlos. Simpel, aber genau darauf beruht der weltweite Erfolg von WhatsApp.
Dass dies eine ernstzunehmende Marktlücke ist beweist nicht zuletzt auch die Implementierung von iMessage in iOS5, wo erstmals einer der großen, wie Apple auf WhatsApp zu reagieren versucht. Geschätzte 100 Millionen WhatsApp-Nutzer sprechen eine eindeutige Sprache. Auch Riesen wie Facebook und Twitter könnten sich in Anbetracht dieser Zahlen auf harte Zeiten einstellen. WhatsApp steht funktional noch am Anfang und kann sich entwicklen. WhatsApp könnte das nächste Facebook ohne jeden Werbe und Funktions-Chi-Chi werden. Was dafür spricht ist die Tatsache das WhatsApp jetzt schon höchst profitabel ist und ein Verkauf überhaupt nicht angedacht wird.
WhatsApp kann man jetzt schon mit Fug und Recht als BigPlayer unter den SocialNetworks bezeichnen, da bis jetzt noch kein Netzwerk in dieser Geschwindigkeit gewachsen ist und weiter hin wächst.
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